Icon eines Schneidezahns

Kinderprophylaxe in Kassel: So machen wir kleine Zähne bärenstark

Gesunde Milchzähne sind weit mehr als nur Platzhalter – sie sind die Basis für das gesamte spätere Gebiss. Da der Zahnschmelz bei Kindern noch nicht so widerstandsfähig ist wie bei Erwachsenen, brauchen die kleinsten Zähne einen besonderen Schutzwall.

In unserer Praxis in Kassel begleiten wir Sie und Ihr Kind mit viel Geduld und zeigen Ihnen, dass Vorsorge sogar richtig Spaß machen kann.

Spielerische Kinderzahnheilkunde in Kassel: Ein entspanntes und fröhliches Kind in der Zahnarztpraxis Dr. Kollmar.
Tipps zur richtigen Vorsorge: Ein Kind beim Zähneputzen – Prophylaxe für die kleinsten Patienten bei Dr. Kollmar.

Ab wann geht’s los? Vom ersten Zahn an!

Die häufigste Frage von Eltern lautet: Wann beginnen wir mit dem Putzen? Die Antwort ist simpel: Sobald der erste weiße Punkt im Kiefer blitzt!

  • Der Start: Nutzen Sie anfangs weiche Fingerzahnbürsten und einen Hauch milder Kinderzahncreme.

  • Das richtige Werkzeug: Sobald mehr Zähne da sind, ist eine weiche Bürste mit kleinem Kopf ideal (achten Sie auf die Kennzeichnung „0-2 Jahre“).

  • Fluorid – der Bodyguard für den Zahnschmelz: Fluorid härtet den Schmelz. Da die Kleinen die Creme oft noch verschlucken, nutzen wir in den ersten Jahren Zahnpasten mit reduziertem Fluoridgehalt.

Der erste Besuch: Kennenlernen ohne Druck

Ab etwa drei Jahren ist Ihr Kind bereit für den ersten eigenen Check-up. Wir machen daraus ein kleines Abenteuer:

  1. Zähne zählen: Wenn Ihr Kind möchte, schauen wir uns mit dem kleinen Mundspiegel alle Zähne an.

  2. Die Putzschule: Unsere Prophylaxehelferinnen zeigen Ihnen und Ihrem Kind am Modell, wie die Bürste richtig „tanzt“.

  3. Vertrauen aufbauen: Bei diesen Terminen geht es nicht um Bohren oder Füllen, sondern darum, dass Ihr Kind merkt: „Hier ist es nett, hier passiert mir nichts.“

Die "Putzstunde" zum 6. Geburtstag

Rund um die Einschulung wird es spannend. In unserer Praxis machen wir Zahnbeläge mit einem Zaubertrank (Indikator-Flüssigkeit) sichtbar:

  • Rosa & Blau: Frische Beläge werden rosa, ältere dunkelblau. So sieht Ihr Kind im Spiegel ganz genau, wo die „Zahnmännchen“ noch versteckt sind.

  • Selbst putzen: Unter Anleitung darf Ihr Kind die bunten Stellen selbst wegputzen. Das motiviert und schult die Geschicklichkeit ungemein.

Fissurenversiegelung: Schutz für die Backenzähne

Die ersten bleibenden Backenzähne haben oft tiefe Furchen (Fissuren). Diese sind so schmal, dass keine Borste sie reinigen kann – ein Paradies für Karies.

  • Die Lösung: Wir versiegeln diese Täler mit einem speziellen Kunststoff.

  • Ganz entspannt: Der Zahn wird gereinigt, leicht angeraut und der flüssige Schutzlack mit Licht gehärtet. Das dauert nur wenige Minuten, tut nicht weh und schützt über Jahre.

Häufig gestellte Fragen zur Kinderprophylaxe (FAQ)

Wie oft sollte mein Kind zur Prophylaxe kommen?

Wir empfehlen einen Rhythmus von sechs Monaten. So können wir den Zahnwechsel überwachen und frühzeitig eingreifen, bevor aus einem winzigen Fleck ein Loch wird.

Nein, überhaupt nicht! Es wird nicht gebohrt. Es fühlt sich eher so an, als würde man die Zähne mit einem speziellen Lack „anmalen“. Die meisten Kinder machen das völlig problemlos mit.

Ja, sehr gerne! Wenn Ihr Kind sieht, dass Sie entspannt auf dem Stuhl sitzen, lernt es durch Nachahmung. Wichtig ist nur: Bei großen Behandlungen (wie Wurzelbehandlungen) sollte Ihr Kind lieber bei einer Betreuungsperson bleiben.

Als Faustregel gilt: Wenn ein Kind flüssig Schreibschrift schreiben kann, ist die Feinmotorik meist gut genug. Aber: Wir empfehlen Eltern, die Zähne bis zum ca. 8. oder 9. Lebensjahr abends einmal gründlich nachzuputzen.

Checkliste für Zuhause: "Starke Zähne im Alltag"

  • 2x täglich: Morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafen.

  • KAI-Methode: Erst die Kauflächen, dann die Außenflächen, dann die Innenflächen.

  • Wenig Zucker: Besonders klebrige Süßigkeiten und Säfte zwischendurch meiden.

  • Wasser marsch: Nach dem Naschen hilft ein Schluck Wasser, um Säuren zu neutralisieren.

Vorsorge, die Spaß macht?