Icon eines Eckzahns

Die Interimsprothese: Ihr Lächeln während der Heilungsphase

Nach einer Zahnentfernung oder während der Einheilzeit von Implantaten stellt sich oft die bange Frage: „Muss ich jetzt ohne Zähne herumlaufen?“ In unserer Kasseler Praxis beruhigen wir Sie sofort: Nein.

Die Interimsprothese (auch Übergangs- oder provisorische Prothese genannt) schließt die Lücke, bis Ihr endgültiger, hochwertiger Zahnersatz fertiggestellt ist. Sie sorgt dafür, dass Sie sich auch in der Übergangszeit wohlfühlen und selbstbewusst sprechen können.

Eine passgenaue Interimsprothese auf einem Gipsmodell, erstellt als hochwertiger temporärer Zahnersatz von Kollmar.

Mehr als nur Kosmetik: Warum ein Provisorium sinnvoll ist

Natürlich steht die Optik im Vordergrund, damit niemand sieht, dass Ihnen ein Zahn fehlt. Doch die Interimsprothese erfüllt noch weitere wichtige Aufgaben:

  • Sprachbildung: Zähne sind wichtig für die Aussprache. Das Provisorium hilft Ihnen, ganz normal zu kommunizieren.

  • Platzhalter-Funktion: Sie verhindert, dass benachbarte Zähne in die Lücke kippen oder der gegenüberliegende Zahn „herauswächst“.

  • Wundschutz: Sie schützt die frische Wunde in der ersten Zeit vor äußeren Reizen.

Einfach und funktional: Der Aufbau

Da die Interimsprothese nur für eine begrenzte Zeit gedacht ist, ist sie funktional und einfach konstruiert. Sie besteht in der Regel aus:

  • Einer Basis aus zahnfarbenem Kunststoff.

  • Passgenauen Kunststoffzähnen.

  • Einfachen Halteelementen (Klammern) aus Stahldraht oder – bei der hochwertigeren Modellguss-Variante – aus präzise gegossenen Klammern.

Sollten die Nachbarzähne ohnehin später überkront werden, können wir oft auch eine provisorische Brücke als festsitzende Alternative planen.

Wichtige Tipps für die Tragezeit

Eine Übergangsprothese ist eine Übergangslösung. Deshalb gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  1. Keine Dauerlösung: Die einfache Konstruktion kann bei zu langer Tragedauer den Kieferknochen oder die Nachbarzähne belasten. Sie sollte also wirklich nur bis zur endgültigen Versorgung getragen werden.

  2. Schleimhaut schützen: Wir achten darauf, dass das Provisorium die Heilung nicht stört und nicht zu fest auf der empfindlichen Schleimhaut aufliegt.

  3. Eingeschränktes Kauen: Die Prothese dient vor allem der Ästhetik und dem Sprechen. Beim Kauen sehr harter Speisen sollten Sie etwas vorsichtig sein.

Häufig gestellte Fragen zur Übergangsprothese (FAQ)

Wie lange muss ich die Interimsprothese tragen?

Das hängt von Ihrem individuellen Behandlungsplan ab – meist umfasst der Zeitraum die Einheilphase der Implantate (ca. 3 bis 6 Monate) oder die Zeit, bis das Zahnfleisch nach einer Extraktion vollständig abgeheilt ist.

Wir geben uns große Mühe, die Kunststoffzähne in Form und Farbe so anzupassen, dass sie natürlich wirken. Lediglich die kleinen Halteklammern aus Metall können bei genauem Hinsehen im Seitenbereich sichtbar sein.

Leichte Kost ist kein Problem. Da die Prothese jedoch nur über Klammern gehalten wird und nicht die Stabilität eines Implantats oder einer festen Brücke hat, sollten Sie bei sehr klebrigen oder harten Lebensmitteln vorsichtig sein.

In der ersten Zeit empfehlen wir oft, sie nachts herauszunehmen, damit die Schleimhaut und die Wunde regenerieren können. Wir besprechen die genaue Trageempfehlung individuell mit Ihnen nach dem Einsetzen.

Auf einen Blick: Sicher durch die Übergangszeit

  • Planung: Wir klären bereits vor dem Eingriff, ob und welches Provisorium Sie benötigen.

  • Pflege: Reinigen Sie die Interimsprothese täglich außerhalb des Mundes.

  • Kontrolle: Sollte etwas drücken oder reiben, vereinbaren Sie kurzfristig einen Termin zur Anpassung.

  • Ziel im Blick: Freuen Sie sich auf das Endergebnis – die Interimsprothese ist nur der sichere Weg dorthin.

Lückenlos lächeln während der Heilung?